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Aus der Einfürungsrede zur Ausstellung "Körper und Gestus" von Patricia Drück, München |
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Informelle Pinselbewegungen verfestigen sich bei Margarete Mandl im Laufe der Zeit immer mehr zu pulsierenden Farbfeldern: In ihren neueren Werken wie "Sintass II" heben sich vom weißen Untergrund Farbformen ab, über die sie gestische Linien legt, die ineinander verwobene Strukturen und kraftvolle Energiefelder entstehen lassen... In Ihren Arbeiten ist die Linie weder in eine figürliche oder gegenständliche Darstellung verflochten, noch ist sie abstrakt. Vielmehr oszilliert sie spannungsvoll zwischen gegenständlichem Löschen und Entstehen, zwischen Formung und Form, deren Deutung sie gleichzeitig ist. Die Formvollzüge mögen emotional aufgeladen sein, verraten aber dennoch die stets konzentrierte Bewußtheit des Zeichen - und Malprozesses. Die Künstlerin selbst spricht vom "kontrollierten Chaos" in ihren Arbeiten, die einen "Raum öffnen, in dem sich Natur und menschliche Fantasie in äußerster Vielfalt entwickeln können". Bei aller Bewußtheit jedoch verzichtet die Künstlerin nicht auf Farbsinnlichkeit. So phantasievolle Titel wie "Sintass" oder Xurripixo" zeugen von dem Bestreben, Farben und Formen in Lautmalerei umzustzen. Wie die Partitur zu einem Musikstück lassen Farben und Formen im sehenden Nachvollzug ein Klangbild entstehen. Beeinflußt von der Kunstrichtung des Abstrakten Expressionismus oder des Informel schafft Margarete Mandl Bilder, die ihre eigene Wirklichkeit hervorbringen. Ihre Arbeiten sind Auslöser gedanklicher Prozesse, die das jeweilige Thema, abhängig von der Sichtweise und Phantasie des Betrachters, entstehen lassen. |